Partizipative Führung

Partizipative Führung – die Kompetenz, sich zurückzuhalten

Eine streng autoritäre Unternehmensführung, die mit strikten Anweisungen arbeitet und den die Mitarbeitenden zu folgen haben, ist heutzutage, zumindest in der westlich geprägten Gesellschaft, in den meisten Fällen nicht mehr zeitgemäß.

Heute wird bisweilen sogar eine komplett gegenteilige Führung praktiziert oder empfohlen: Der demokratische beziehungsweise der daraus entwickelte partizipative Führungsstil. Er wird definiert durch die Einbeziehung der Mitarbeitenden in die Unternehmensentscheidungen und eine dementsprechend mehr horizontale statt vertikale Firmenstruktur.

Partizipative Mitarbeiterführung übergibt Mitarbeitenden Verantwortung

Ein partizipativer Führungsstil verlangt von der Führungskraft immer eine gewisse Zurückhaltung und eine interne Abtretung der Kompetenzen für bestimmte Entscheidungen an einen oder mehrere Mitarbeitende bei gleichzeitiger Verantwortungsübernahme nach außen hin. Da es die Führungskraft ist, die für Entscheidung vor Kunden, Geschäftspartnern oder der Öffentlichkeit zu vertreten hat, gehört zu einer partizipativen Führung ein hohes Maß an Vertrauen zu den Mitarbeitenden.

Damit ein solches entstehen kann, ist es wichtig, dass für die Führungskraft die Bereitschaft der Mitarbeitenden, zuverlässig Verantwortung zu übernehmen und wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen, klar ersichtlich ist. In der Regel ist eine partizipative Form der Mitarbeiterführung besonders dann gut geeignet, wenn es sich bei den Mitarbeitenden um besonders qualifizierte und spezialisierte Fachkräfte handelt, die sich auf ihrem Gebiet besser auskennen als die Führungskraft und dementsprechend auch die kompetentere Entscheidung treffen können.

Der schmale Grat zwischen Förderung und Überforderung des Personals

Ein partizipativer Führungsstil bietet engagierten Mitarbeitenden im Unternehmen, die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, ihre Interessen, ihr Know-How und ihre Erfahrungen einfließen zu lassen und sich dadurch in den ihnen überlassenen Entscheidungen selbst zu verwirklichen.

Doch es ist auch Vorsicht vor einer Überforderung des Personals geboten. Es kann passieren, dass Mitarbeitende in den wichtige Entscheidungsprozess persönlich so stark eingebunden sind, dass sie ihre alltäglichen Aufgaben darunter leiden. Dann heißt es, sie zu entlasten, zu unterstützen und letztendlich zu befähigen. Manche Menschen kann die Übernahme von großer Verantwortung – ohne selbst eine Führungskraft zu sein und dies dementsprechend gewohnt zu sein – psychisch stark belasten. Deshalb ist bei einem partizipativ geführten Unternehmen eine enge Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden in den Entscheidungsprozessen sehr wichtig und die Entscheidungsträger dürfen mit der Last der Verantwortung nicht allein gelassen werden.

Für die Führungskraft bedeutet das eine Gratwanderung, auf welcher sie das richtige Maß an Mitarbeiterbeteiligung und gleichzeitige Unterstützung braucht, damit Mitarbeitende im richtigen Maß und gefordert und gefördert werden. So wird partizipative Führung zum Entwicklungsprozess für die Entscheidungskompetenzen des einzelnen. Ambition V hilft Ihnen dabei helfen, diese Balance zu finden und somit die Entscheidungsqualität und das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeitenden zu optimieren.

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